zu meinen aktuellen Arbeiten: Hüllen, Häute (Häutungen), auch "Verpackungen", Ueberreste, das was von etwas übrig bleibt. Die Schönheit der Farbe und Struktur einer Oberfläche betrachten und vielleicht auch deren langsames Vergilben und Verfall wahrnehmen.
Ich bin eine begeisterte Sammlerin von Fundstücken (vor allem von Scherben und alten, häufig nicht mehr brauchbaren Werkzeugen und Behältnissen), die ich überall auf meinen Wegen, vor allem in der Natur, antreffe. Diese Funde inspirieren mich gewaltig. Mich interessiert die ganz besondere Schönheit des Zerfalls.
Aus dem Chaos Ordnung schaffen gibt mir ein Gefühl des Friedens. Das Grundlegende finden, ohne überflüssiges Beiwerk. Das ist harte Arbeit.
Im Moment interessiert mich Malerei als eine Art Fossilisation. Ich baue erst auf, dann trage ich wieder ab. Was bleibt, sind quasi die Hartteile. Das Einzigartige am ganzen Prozess: Die Reduktion. Ganz wichtig: Manchmal entsteht aus etwas "Altem" auch wieder etwas Neues (Metamorphose). Gewiss hat dies auch stark mit der Lebensmitte zu tun, in der ich mich befinde. Meine früheren Arbeiten waren körperlicher, aber der Körper ist ja auch nur eine vergängliche Hülle.